Da der Übergang von positivem Stress zu einem Zuviel an Stress oft fließend ist, ist es ratsam, in stressigen Phasen grundsätzlich auf Pausen und Erholungszeiten zu achten. Eine Zeitplanung beim Lernen ist sinnvoll, um nicht zu sehr unter Druck zu geraten. Ggf. helfen Lerngruppen oder auch ein Lerncoaching bei der Strukturierung des Tagesablaufs und bei der Einteilung des Lernstoffs. Geregelte Mahlzeiten, Bewegung und ausreichend Schlaf helfen leistungsfähig zu sein. Allerdings fallen diese Dinge gerade in akuten Stressphasen mit fest gesetztem Zeitrahmen, wie der Vorbereitung auf die Abiturprüfungen, oft schwer. Gut gemeinte Ratschläge der Eltern wie „Für heute hast Du doch genug gelernt“ sind für angehende Abiturientinnen und Abiturienten mitunter eher leere Worthülsen als konstruktive Unterstützung. Denn Fakt ist, dass die Abiturvorbereitung für eine gewissen Zeit den zentralen Lebensmittelpunkt des Kindes darstellt. Hilfreicher wäre es daher, diesen Umstand als aktuelle Lebensrealität mit all seinen Herausforderungen an- und ernst zu nehmen, Verständnis zu zeigen und anzuerkennen, dass das Kind momentan eine sehr anstrengende Zeit durchmacht. Anstatt die anstehende Aufgabe klein zu reden, könnte man dem Kind gut zusprechen und ihm Mut machen, dass es diese Zeit schaffen wird. Bei bestimmten Problemen helfen konkrete Lösungsvorschläge wie „Schau dir das Erklärvideo bei TikTok zu der Matheformel an“ oder das Bilden von Merksätzen, ggf. mit Unterstützung von Chat GPT, um den Lernstoff zu verinnerlichen.