Wenn Eltern jedoch bemerken, dass trotz einer ausgiebigen Eingewöhnungszeit von mehreren Wochen noch immer starke Unsicherheit beim Kind besteht, sollten sie aufmerksam werden. Im Laufe der Entwicklung können typische Ängste auftreten und sind bis zu einem gewissen Grad normal: Im Grundschulalter ist das Streben nach hohen akademischen und sportlichen Leistungen in der Regel ausgeprägt und Ängste für diesen Bereichen typisch. Bei älteren Jugendlichen wird der Selbstwert mehr durch Alterskameraden bestimmt, Angst vor Ablehnung tritt vermehrt auf. Die Grenzen sind dabei oft fließend, ob die Angst pathologischen Charakter bekommt. Entstehen ausgeprägte Ängste davor, sich vom zu Hause zu trennen, Leistungsangst, Prüfungsangst, soziale Ängste bis hin zur Schulverweigerung, ist ärztlicher Rat empfehlenswert. Stressbedingte Symptome zeigen sich oft auch körperlich. Wenn das Kind oder der Jugendliche zum Beispiel regelmäßig über Kopf- oder Bauchschmerzen und Übelkeit klagt oder plötzlich mit Schlafstörungen zu tun hat, sollte man aufhorchen. Im Jugendalter ist darüber hinaus ein starker Rückzug von Familie und Freunden ein wichtiges Warnzeichen und kann auf Ängste und Verzweiflung hindeuten. Spätestens wenn der Schulbesuch deutlich eingeschränkt ist, sollte Hilfe in Anspruch genommen werden. Die Expertinnen und Experten der Kinder- und Jugendkliniken der privaten Oberberg Klinikgruppe sind erfahren in der Diagnose und Behandlung von stressbedingten psychischen Störungen und finden individuell auf die Betroffenen zugeschnitten eine passende Lösung.