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  • Manische Depression – Zwischen Manie und Depression

    In unseren Oberberg Privatkliniken finden Sie einen geschützten Ort, um zur Ruhe zu kommen. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie dabei, zu sich selbst zu finden und die Ursachen Ihrer Erkrankung zu verstehen – für einen Weg hin zu neuer Stärke und Lebensfreude.

    Frau steht in der Küche und trinkt einen grünen shake

    Diagnose manische Depression: Was tun?

    Informationen rund um das schwere Krankheitsbild Depression finden sich viele. Jedoch gibt es verschiedene Arten von depressiven Erkrankungen. Eine davon ist die manische Depression, auch bipolare Depression genannt. Sie unterscheidet sich von der klassischen, unipolaren Depression in vielerlei Hinsicht. Eine frühzeitige Behandlung ist ein maßgeblicher Faktor, um möglichst schnell wieder symptomfrei zu sein oder von einer Erkrankung zu genesen.

    Patientenaufnahme

    Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.

    Ganz einfach – in drei Schritten.

    Wir sind für Sie da!

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      Sie kontaktieren uns.
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      Unser freundliches Aufnahmeteam berät Sie persönlich.
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      Wir kümmern uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.

    Therapien

    Mögliche Therapieverfahren bei manischen Depressionen

    Als Oberberg-Patient können Sie mit Ihrem Therapeuten-Team immer ausführlich besprechen, welches individuelle, evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht.

    Zur Behandlung von manischen Depressionen setzen wir unter anderem diese Therapieverfahren ein:

    Oberberg Privatkliniken für manische Depressionen

    Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.

    In diesen Kliniken behandeln wir manische Depressionen auf höchstem Niveau:

    Sie können sich jederzeit an uns wenden – Vertrauensvoll und diskret

    Sie möchten mehr Informationen zu unserem Behandlungsangebot, zur Ausstattung in den Kliniken oder zum Tagesablauf in einer unserer Kliniken?

    Dann würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns persönlichen Kontakt unter der Telefonnummer 030 - 26478607 aufnehmen. Wenn Sie einen Rückruf für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, füllen Sie bitte das Kontaktformular aus. Wir werden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen melden.

    Fragen und Antworten

    Weitere Informationen zu manischen Depressionen

    Bipolare Störung und Episoden-Arten

    Das zugrunde liegende Krankheitsbild bei einer manischen Depression wird als bipolare Störung oder manisch-depressive Störung bezeichnet. Dabei handelt es sich nach der neuesten Version des internationalen Krankheitsklassifikationssystem ICD-11 um eine psychische, affektive Störung. Betroffene leiden unter einem Wechsel der beiden gegensätzlichen, extremen Stimmungszustände (Hypo)Manie und Depression.

    Bei der „bipolaren Stimmungsstörung“ kann weiter zwischen einem Typ 1 und Typ 2 differenziert werden: Die Bipolare Störung Typ 1 weist eine/mehrere manische/gemischte Episoden auf. Typ 2 weist eine/mehrere hypomanische/n Episode/n auf und mindestens eine depressive Episode. Manische oder gemischte Episoden kommen bei diesem Typus nicht vor.

    • Depressive Episode: Eine depressive Episode, im Rahmen einer bipolaren Erkrankung, ist durch gedrückte Stimmung, vermindertes Interesse an Aktivitäten, psychomotorische Unruhe, Verzögerung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Veränderungen im Schlaf und Appetit, subjektives Schulderleben und Gefühle der eigenen Wertlosigkeit und Hoffnungslosigkeit bis zur Suizidalität gekennzeichnet.

    • Manische Episode: Euphorie, Reizbarkeit, gesteigerte Aktivität durch ein subjektives Gefühl von viel Energie, hohes Selbstwertgefühl, geringes Schlafbedürfnis, Ablenkbarkeit, Ideenflucht, schnelles Sprechen, Rücksichtslosigkeit und Impulsivität sind klassische Merkmale einer manischen Episode. Betroffene erleben außerdem einen schnellen Wechsel ihrer Stimmung und sind dahingehend labil. Ohne Behandlung hält der Zustand einer manischen Episode mindestens eine Woche an.

    • Gemischte Episode: Diese Episode kann im Rahmen einer bipolaren Störung Typ 1 auftreten. Es treten dabei mehrere Symptome einer manischen Episode sowie mehrere Beschwerden einer depressiven Episode auf. Dies kann entweder gleichzeitig, innerhalb desselben Tages oder auch weniger Tage wechseln. Der Zustand einer gemischten Episode hält ohne eine Behandlung mindestens zwei Wochen an.

    • Hypomanische Episode: Eine hypomanische Episode ist durch erhöhte Reizbarkeit, gesteigertes Aktivitätsniveau, subjektive Gefühle von Energieerfülltheit, vermehrte Gesprächigkeit, schnelle Gedanken, gesteigertes Selbstwertgefühl, verringertes Schlafbedürfnis, erhöhte Ablenkbarkeit und höheres Risikoverhalten oder zunehmende Rücksichtslosigkeit gekennzeichnet. Der Zustand einer hypomanischen Episode dauert mindestens mehrere Tage an.

    Was sind Ursachen und Auslöser einer manischen Depression?

    Die Ursachen einer manischen Depression sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die bipolare Störung gilt nach aktueller Studienlage als Hirnerkrankung. Betroffene tragen keinerlei Schuld am Entstehen oder Ausbilden dieser Erkrankung.

    Ein Areal im Gehirn, namens „limbisches System“, ist bei Erkrankten während Episoden in der Aktivität verändert. Hormonelle Botenstoffe (Neurotransmitter) und Stoffwechsel im Gehirn weisen dann Abnormalitäten auf. Laut derzeitigem Forschungsstand wird nicht die bipolare Erkrankung als solche, sondern die Anfälligkeit für diese, vererbt.

    Die manisch-depressive Erkrankung kann, nach derzeitigen Erkenntnissen, durch individuelle Lebensumstände, belastende Lebensereignisse bzw. Stressereignisse ausgelöst werden. Je länger diese Zustände des Stresses andauern, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eine manische Depression bzw. bipolare Erkrankung zu entwickeln.

    Welche Behandlungsphasen gibt es bei einer manischen Depression?

    Wenn Sie den Verdacht haben, an einer manischen Depression bzw. bipolaren Erkrankung oder auch einer anderen psychischen Erkrankung erkrankt zu sein, oder sie andauernde und belastende psychische Beschwerden erleiden, zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen.

    Häufig ist eine frühzeitige Behandlung ein maßgeblicher Faktor, um möglichst schnell wieder symptomfrei zu sein oder von einer Erkrankung zu genesen. Als erste Anlaufstelle bei einer manischen Depression oder anderen Erkrankung können Sie Ihren Hausarzt, einen Psychotherapeuten oder auch gerne uns kontaktieren.

    Die manische Depression/bipolare Erkrankung kann in drei verschiedene Phasen unterteilt werden. Der Akuttherapie, gefolgt von einer Erhaltungstherapie und einer Rückfallprophylaxe zum Abschluss.

    1. Akuttherapie: Die manische Depression soll in diesem Stadium der Therapie in ihren Symptomen behandelt werden, um Betroffene von ihren Beschwerden zu entlasten. So können beispielsweise Medikamente oder eine Psychotherapie zum Einsatz kommen.
    2. Erhaltungstherapie: Die manische Depression bedarf, auch nach Abklingen der Symptome, weiterer Behandlungsmaßnahmen. Anderenfalls erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls. Durch die Erhaltungstherapie soll für mindestens 6 Monate ein stabiler Zustand erreicht werden. Die therapeutischen Maßnahmen sind meist eine Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie.
    3. Rückfallprophylaxe: Nach etwa einem halben Jahr Stabilisierung erfolgt die Prophylaxe vor einer weiteren manischen Depression. Weitere Episoden sollen verhindert werden. Je nach bisherigem Krankheitsverlauf und Häufigkeit manisch-depressiver Episoden kann in diesem Stadium der Therapie ggf. ein Absetzen der Medikation erfolgen.

    Wie wird eine manische Depression behandelt?

    Medikamente
    In der Behandlung einer manischen Depression oder anderen Episoden einer bipolaren Erkrankung kommen meist Medikamente zum Einsatz. Üblicherweise sind dies Stimmungsstabilisierer, wie beispielsweise Lithium. In depressiven Phasen werden häufig auch Antidepressiva eingesetzt. Sollten zu den Symptomen psychotische Auffälligkeiten hinzukommen, so können auch Antipsychotika in der Therapie eingesetzt werden.

    Die meisten Medikamente entfalten erst nach einigen Wochen ihre vollständige Wirkung, sodass ein Fortbestehen der Symptomatik einer manischen Depression oder Episode keinen Grund darstellen sollte, diese direkt wieder abzusetzen. Die Auswahl, Dosis und Verordnung von Medikamenten in der Behandlung wird meist durch einen Psychiater vorgenommen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der individuellen Symptomatik und Krankheitsgeschichte des Patienten.

    Psychotherapie
    Eine Psychotherapie in die Behandlung einer manischen Depression bzw. bipolaren Erkrankung zu integrieren, ist aus vielerlei Hinsicht sinnvoll. Einerseits kann sie Betroffenen helfen, einen geeigneten Umgang mit der Krankheit zu finden und andererseits hilfreiche Informationen vermitteln.

    Auch die regelmäßige Einnahme der Medikation kann dadurch unterstützt werden, welche oft maßgeblich zum Erfolg in der Therapie einer akuten bipolaren Erkrankung beiträgt.

    Hinsichtlich der Auslöser der Episode, welche häufig Stress oder Belastungen sind, verspricht eine Psychotherapie ebenfalls einen großen und langfristigen Nutzen, da sie auch in der Verhinderung von Rückfällen wirksam sein kann. Letztlich hilft eine Psychotherapie bei einer manischen Depression auch in der Bewältigung des Alltags, von Schwierigkeiten und Symptomen.

    Welches Psychotherapieverfahren am besten zu der erkrankten Person passt, kann gemeinsam mit einem Psychotherapeuten oder Arzt eruiert werden. Dabei spielen die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse der erkrankten Person eine wesentliche Rolle. Sie können außerdem auch Bezugspersonen mit in die Psychotherapie einbeziehen.

    Selbsthilfe-Gruppen
    Viele Betroffene einer manischen Depression/bipolaren Erkrankung profitieren von einem Austausch mit anderen Erkrankten. Es sind ebenfalls Selbsthilfegruppen für Angehörige einer manischen Depression vorhanden.

    Wie wird eine manische Depression bei Oberberg behandelt?

    In den Oberberg Fachkliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie behandeln wir Dysthymie, andere depressive Zustände und viele weitere psychische Erkrankungen. Dabei verbinden wir moderne, wissenschaftlich fundierte Therapien in hoher Intensität und Individualität.

    Oberberg unterstützt Menschen jeden Alters in schweren seelischen Krisensituationen mit effizienten Behandlungskonzepten. Dabei glauben wir fest an das Zusammenwirken von Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz in einer erstklassigen Umgebung, die von einer herzlichen Atmosphäre aus Achtsamkeit, Zugewandtheit, Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Hrsg.). (2022). ICD-11 in Deutsch – Entwurfsfassung. Version 2022-02. Bfarm. bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html;jsessionid=2CC129653F3E7311B73E0720984101DC.intranet671

    WHO (Hrsg.). (2022, Februar). ICD-11 für Mortality and Morbidity Statistics. Version 02/2022. icd.who.int/browse11/l-m/en

    Kontaktaufnahme

    Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.

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