Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu Schlafstörungen und Erschöpfung
Die Behandlung von Schlafstörungen
Schlafstörungen betreffen sowohl die physische (körperliche) als auch die psychische Gesundheit des Menschen. Daher ist die Schlafmedizin besonders gut im medizinischen Fachbereich der Psychosomatik angesiedelt.
Die Psychosomatik setzt sich mit der körperlichen und seelischen Gesundheit und der Wechselwirkung zwischen den beiden intensiv auseinander und ist eine zentrale Säule im Behandlungsspektrum der Oberberg Kliniken.
Frau Dr. med. Samia Little Elk ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Somnologin. Sie leitet die Schlafmedizin bei Oberberg in Berlin Brandenburg. Im folgenden Video gibt sie einen Überblick zum Thema:
Wie helfen die Oberberg Kliniken bei Schlafstörungen?
Einige Oberberg Kliniken verfügen über ein schlafmedizinisches Kompetenzzentrum mit eigenem mobilem Schlaflabor. Dies ermöglicht vor Ort und in einem normalen, wohnlich-gemütlichen Patientenzimmer (ohne Laboratmosphäre) eine umfassende Untersuchung des Schlafes und dadurch eine sehr individualisierte Behandlung der Schlafstörung.
Darüber hinaus werden in den Oberberg Kliniken Schlafstörungen psychotherapeutisch mitverhandelt (auch ohne eigenes Schlaflabor).
Leiden Sie unter Ein- und Durchschlafstörungen?
Sie sind müde und finden dennoch nicht in den Schlaf? Oder Sie wachen mitten in der Nacht auf und können nicht mehr einschlafen?
Ein- und Durchschlafstörungen nehmen in der Bevölkerung zu. In etwa 80 % der Fälle liegen die Ursachen in unserem seelischen Befinden oder dem Lifestyle. Bei ungefähr 20% der Betroffenen aber liegen die Ursachen in einer körperlichen Erkrankung. Aus diesem Grund es wichtig, wenn die Schlafstörungen sich über mehr als 3 Monate hinweg halten und Sie tagsüber beeinträchtigen, diese auch einmal abklären zu lassen.
In diesem Fall kann es sinnvoll sein, den Schlaf einmal gründlich zu untersuchen mittels einer Schlaf(labor)messung (Polysomnographie). Auch erheben Schlafmediziner stets eine ausführliche Anamnese, also erfragen im Detail Ihre Krankenvorgeschichte und welche Medikamente Sie einnehmen. Selbst Ihr psychisches (seelisches) Befinden ist wichtig, denn mit Sorgen schläft es sich einfach nicht gut.
Nicht zuletzt wird Ihr Verhalten am Tag angeschaut, welches großen Einfluss auf den Nachtschlaf haben kann. Wir nennen dies „Schlafhygiene“. Darunter fällt z. B., wann Sie essen, ob und wann Sie Koffein zu sich nehmen, ob Sie sich abends genug Zeit nehmen herunterzufahren und zu entspannen, wie Ihre Schlafumgebung gestaltet ist (Lichteinfluss, Störgeräusche, Bett, etc.) und vieles mehr.
Mit all diesen Informationen entsteht dann ein immer ganzheitlicheres Bild von Ihrer individuellen Situation und Schlafgesundheit. Darauf basierend können dann erste Schritte einer auf Sie „zugeschnittenen“ Behandlung erfolgen.
Sie sind tagsüber müde & erschöpft?
Müde und erschöpft zu sein ist verständlich, wenn Sie nachts schlecht geschlafen haben. Sollten Sie sich jedoch auch dann nicht erholt fühlen, wenn Sie für Ihre Verhältnisse lange genug geschlafen haben, so kann auch eine körperliche Ursache dahinterstecken.
Dieser sollte dann medizinisch auf den Grund gegangen werden. Dazu gehört in aller Regel auch eine Schlafuntersuchung (Polysomnographie). Auch ist es für den Schlafmediziner wichtig zu wissen, welche Medikamente Sie womöglich einnehmen und was Sie sonst noch für Vor- oder Begleiterkrankungen haben.
Haben Sie abends oder nachts unruhige Beine?
Dahinter kann das sogenannte Restless-Legs-Syndrom stecken, das Syndrom der unruhigen Beine. Dabei handelt es sich um eine neurologische Ursache, die zumeist in einem Dopaminmangel begründet liegt. Diesen kann man ausgleichen bzw. behandeln und Ihnen so das quälende Gefühl am Abend und in der Nacht nehmen. Meist bessert sich dadurch auch deutlich die Schlafqualität.
Schnarchen Sie oder schrecken mit einem Erstickungsgefühl auf?
Sollten Sie immer wieder mal mit einem Erstickungsgefühl oder gar einer Panikattacke aufwachen oder Ihr Bettpartner Schnarchen und Atemaussetzer bemerken, ist es meist sinnvoll, den Schlaf zu untersuchen.
Bei der umfassenden Schlafmessung (Polysomnographie) messen wir nicht nur Ihre Schlafqualität sondern auch Ihre Atmung, Ihre Herzaktivität, Ihre Körperlage und vieles mehr. So kann einfach und zuverlässig festgestellt werden, ob das Schnarchen oder die Atemereignisse krankhaft sind und behandelt werden müssen oder nicht. Atmungsstörungen in der Nacht können heute meist gut und effektiv behandelt werden.