Wochenbettdepression - Depression nach der Geburt
In unseren Oberberg Privatkliniken finden Sie einen geschützten Ort, um zur Ruhe zu kommen. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie dabei, zu sich selbst zu finden und die Ursachen Ihrer Erkrankung zu verstehen – für einen Weg hin zu neuer Stärke und Lebensfreude.
Diagnose Wochenbettdepression: Was tun?
Etwa 11 % aller Frauen leiden im ersten Jahr nach einer Geburt an Depressionen, junge Frauen fast doppelt so häufig. Diese Form der Depression, die bei Müttern sechs bis acht Wochen nach der Geburt ihres Kindes auftritt, wird postpartale oder postnatale Depression genannt und umgangssprachlich als „Wochenbettdepression“ bezeichnet. Die Postpartalphase, der Zeitraum unmittelbar nach der Geburt, ist entscheidend für den Aufbau der Eltern-Kind-Beziehung und für die Entwicklung der sozial-emotional-kognitiven Fähigkeiten des Kindes. Umso wichtiger ist es, die Anzeichen einer postnatalen Depression frühestmöglich zu erkennen und die Erkrankung zu behandeln.
Patientenaufnahme
Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.
Ganz einfach – in drei Schritten.
Wir sind für Sie da!
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1Sie kontaktieren uns.
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2Unser freundliches Aufnahmeteam berät Sie persönlich.
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3Wir kümmern uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.
Therapien
Mögliche Therapieverfahren bei Wochenbettdepressionen
Als Oberberg-Patient können Sie mit Ihrem Therapeuten-Team immer ausführlich besprechen, welches individuelle, evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht.
Zur Behandlung von Wochenbettdepressionen setzen wir unter anderem diese Therapieverfahren ein:
Oberberg Privatkliniken für Wochenbettdepressionen
Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.
In diesen Kliniken behandeln wir Wochenbettdepressionen auf höchstem Niveau:
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Bayern
Oberberg Fachklinik Bad Tölz
Fachklinik
Buchener Str. 17
83646 Bad Tölz -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg
Fachklinik
Am Glubigsee 46
15864 Wendisch Rietz -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
Fachklinik
Am Sandfeld 34
41564 Kaarst -
Berlin
Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin
Klinik für Kinder und Jugendliche
Schaperstraße 36
10719 Berlin -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Konraderhof (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Zum Konraderhof 5
50354 Hürth -
Hamburg
Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Friesenweg 34
22763 Hamburg -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Potsdam Brandenburg
Fachklinik
Elisenweg 2
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Rhein-Jura
Fachklinik
Schneckenhalde 13
79713 Bad Säckingen -
Bayern
Oberberg Fachklinik Scheidegg im Allgäu
Fachklinik
Kurstraße 16
88175 Scheidegg -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Schwarzwald
Fachklinik
Oberberg 1
78132 Hornberg -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Horst 48 (Haus Horst)
41238 Mönchengladbach -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Weserbergland
Fachklinik
Brede 29
32699 Extertal-Laßbruch -
Hessen
Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad
Fachklinik
Rheingauer Straße 47
65388 Schlangenbad -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth
Fachklinik
Friedrich-Ebert-Straße 11a
50354 Hürth -
Berlin
Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm
Tagesklinik
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin -
Bremen
Oberberg Tagesklinik Bremen
Tagesklinik
Langemarckstraße 4
28199 Bremen -
Hessen
Oberberg Tagesklinik Frankfurt am Main
Tagesklinik
Hedderichstraße 55-57
60594 Frankfurt am Main -
Hamburg
Oberberg Tagesklinik Hamburg
Tagesklinik
Hermannstraße 9, 1. ZG
20095 Hamburg -
Niedersachsen
Oberberg Tagesklinik Hannover
Tagesklinik
Ellernstraße 38
30175 Hannover -
Bayern
Oberberg Tagesklinik München Bogenhausen
Tagesklinik
Möhlstraße 28
81675 München -
Brandenburg
Oberberg Tagesklinik Potsdam
Tagesklinik
Geschwister-Scholl-Straße 38
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Privatklinik Friedenweiler
Fachklinik
Kurhausweg 2-4
79877 Friedenweiler -
Bayern
Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee
Fachklinik
Jägerstrasse 29
83707 Bad Wiessee -
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Bayern
Zentrum Isartal
Tagesklinik
Kloster Schäftlarn 8
82067 Kloster Schäftlarn
Impressionen aus unseren Kliniken
Wir behandeln Patienten nicht nur, wir behandeln sie wie unsere Gäste.
Unsere modernen, lichtdurchfluteten Räume vermitteln Ruhe und Geborgenheit. Freundliche Zimmer und liebevoll gestaltete Rückzugsorte laden dazu ein, Kraft zu schöpfen, innere Balance zu finden und den persönlichen Heilungsweg in einer harmonischen, sicheren Umgebung zu gehen.
Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu Wochenbettdepressionen
Was sind Symptome einer Wochenbettdepression?
Betroffene Mütter empfinden für ein paar Tage oder Wochen nach der Geburt kein Glück, keine Freude und keine Muttergefühle. Von den behandlungsbedürftigen postpartalen psychischen Störungen sollte der nicht behandlungsbedürftige „Baby Blues“ (Stimmungsschwankungen) abgegrenzt werden, der nur wenige Stunden bis Tage andauert.
Das Erkrankungsbild einer postpartalen Depression unterscheidet sich von dem einer depressiven Episode nur durch Symptome, die thematischen Bezug zur Mutterschaft haben (z. B. Schuldgefühle der Mutter, das Kind nicht lieben zu können). Entsprechen die Symptome den Symptomen einer Depression und dauern mindestens zwei Wochen an, kann die Diagnose einer leichten bis schweren depressiven Episode mit postpartalem Beginn gestellt werden.
Folgende Symptome können bei einer Wochenbettdepression auftreten:
- Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
- innere Leere
- Gefühlslosigkeit (z. B. Unfähigkeit zu weinen)
- kein Appetit
- keine Libido
- Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung
- körperliche Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verdauungsstörungen)
- Reizbarkeit und Aggressionen
- Zwangsgedanken
- zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber
- Schlafstörungen
- Denk- und Konzentrationsstörungen
- Antriebs- und Lustlosigkeit
- Ängste, innere Unruhe und Panikattacken
- Weinerlichkeit
- Schuld- und Schamgefühle
Nicht alle Symptome müssen jedoch gleichzeitig und gleich stark ausgeprägt auftreten.
Was sind Risikofaktoren für eine Wochenbettdepression?
Es gibt sowohl biologische als auch psychosoziale Risikofaktoren für eine postpartale Depression.
Eine genetische Veranlagung (Prädisposition) für psychische Erkrankungen oder eine Vorgeschichte mit affektiven Störungen und Angststörungen steigern das Risiko zu erkranken. Auch Schwierigkeiten mit dem Partner und Schwierigkeiten mit dem eigenem Selbstwert, wenig soziale Unterstützung und ein hoher Leistungsanspruch sowie frühkindliche Störungen der Mutter zählen zu den Risikofaktoren.
Depressionen in der Schwangerschaft, Substanzmissbrauch, eine Frühgeburt und chronische Krankheiten der Mutter können ebenso Mitauslöser einer Wochenbettdepression sein.
Wie ist der Verlauf einer Wochenbettdepression?
Andauernde Belastung, chronischer Schlafmangel und ständige Anforderungen auch an sich selbst nehmen während der Schwangerschaft und nach der Geburt oft unbemerkt immer mehr zu. Dass die Mutter überlastet und überfordert ist, fällt ihr und anderen oft erst recht spät auf, da der Beginn einer postpartalen Depression eher langsam und schleichend abläuft. Eine rechtzeitige Intervention wird somit erschwert.
Beim Großteil der postpartalen depressiven Erkrankungen handelt es sich um Anpassungsstörungen, die durch Dauerbelastung bedingt sind. Viele betroffene Frauen berichten von dem Gefühl, ihr altes Leben verloren zu haben, mit dem neuen nicht zurechtzukommen und sich nach Vergangenem zu sehnen.
Wochenbettdepressionen treten meist innerhalb der ersten drei bis fünf Wochen nach der Geburt auf und dauern mehrere Wochen an. Während sie bei der Hälfte der Erkrankten bereits nach ein bis drei Monaten abklingen, ist ein Viertel über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten betroffen, ein weiteres Viertel noch länger.
Handelt es sich um das erste Auftreten einer depressiven Störung nach der Geburt, ist diese besonders gut behandelbar – unabhängig davon, ob rein psychotherapeutisch/medikamentös oder kombiniert therapiert wird.
Was sind die Folgen einer Wochenbettdepression?
Die psychische Gesundheit der Mutter hat nicht nur Einfluss auf die Stabilität der Familie, sondern auch auf die Entwicklung des Kindes. Durch die Beschwerden der Mutter wird die Beziehung zum Kind auf unterschiedliche Arten beeinflusst.
Während sich einige Mütter nicht auf das Baby einlassen können und es als fremd betrachten, sehen andere es als den einzigen positiven Aspekt ihres Lebens. Andere Frauen entwickeln wiederum aggressive Zwangsgedanken dem Kind gegenüber. Sie selbst erleben sich als unnatürlich, vielleicht sogar als schlechte Mutter und leiden unter der Tatsache, dass das Kind bei ihnen so wenig positive Gefühle hervorruft.
Über lange Zeiträume anhaltende Depressionen, die die Mutter-Kind-Bindung negativ beeinflussen, stellen ein erhebliches Risiko für die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes dar.
Wie wird eine Wochenbettdepression behandelt?
Therapiert wird i.d.R. multimodal, also sowohl medikamentös als auch psychotherapeutisch und soziotherapeutisch (soziale Unterstützung). Aufgrund möglicher Suizidalität ist bei schweren Fällen einer postpartalen Depression eventuell ein stationärer Aufenthalt notwendig.
Medikamentös therapiert wird meist mit Serotoninwiederaufnahmehemmern (Antidepressiva). Bei stillenden Müttern sollte man den Einsatz von Psychopharmaka sorgfältig abwägen und den Symptomen entsprechend anpassen.
Begleitend sollte gesprächs- und gruppentherapeutisch gearbeitet werden. Zu den Therapieformen zählen die supportive und interpersonelle Psychotherapie sowie die kognitive Verhaltenstherapie. Soziotherapeutische Maßnahmen klären über die Erkrankung auf.
Indem die Betroffenen verstehen, dass ihre Reaktion auf die Geburt ihres Kindes kein Einzelfall ist und spezifische Ursachen haben kann, werden Schuldgefühle gemindert. Die Mütter sollen dazu ermutigt werden, ggf. mit externer Hilfe (Eltern-Kind-Zentren und/oder Hebammen), Souveränität und Sicherheit im Umgang mit dem Kind zu erlangen. Fühlen sich Mütter vom Alltag gelangweilt, sollten sie dazu bewegt werden, mehr Zeit für sich und Freizeitaktivitäten zu nehmen.
Ziel einer frühzeitigen Behandlung ist es, schnellstmöglich und effektiv einer postpartalen Depression entgegenzuwirken, weil auch das Kind davon betroffen ist. Inadäquate Reaktionen der Mutter auf die kindlichen Bedürfnisse können zu vergleichbaren depressiven Verhaltensweisen beim Kind führen. Eine depressive Mutter-Kind-Interaktion kann zu Entwicklungsverzögerungen führen, die teils bis ins Schulalter andauern.
Wie wird eine Wochenbettdepression in den Oberberg Kliniken behandelt?
In den Oberberg Kliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie unterstützen wir Menschen in schweren seelischen Krisensituationen mit effizienten Behandlungskonzepten. Dabei glauben wir fest an das Zusammenwirken von Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz in einer erstklassigen Umgebung, die von einer herzlichen Atmosphäre aus Achtsamkeit, Zugewandtheit, Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.
Die Behandlung einer Wochenbettdepression richtet sich nach dem Schweregrad: Dabei sollte der Einsatz antidepressiver Medikamente, einer geeigneten Psychotherapie oder Kombinationstherapie sorgfältig mit der Mutter besprochen werden und sich nach der Symptomatik richten.
Die Wirkung von Antidepressiva setzt bereits nach ein bis zwei Wochen ein und erreicht nach rund vier bis sechs Wochen meist ihre volle Stärke. Dabei achten wir stets auf eine möglichst nebenwirkungsarme Dosierung der eingesetzten Psychopharmaka.
Wichtig: Es gibt viele verschiedene erfolgreiche Psychotherapie-Ansätze. Als Oberberg-Patient können Sie mit Ihrem Therapeuten-Team immer ausführlich besprechen, welches individuelle evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht. Allerdings sollten Sie auch immer damit rechnen, dass jede Psychotherapie ein gewisses Maß an Mitwirkung, Geduld und Durchhaltevermögen erfordert.
Wir stehen für einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen ein
Das öffentliche Bewusstsein für psychische Erkrankungen hat sich in den vergangenen Jahren zugunsten einer aufgeklärteren Sichtweise verändert. Niemand muss sich daher schämen, seelische Probleme und psychische Beschwerden professionell behandeln zu lassen – im Gegenteil: In vielen Patientengesprächen hat sich immer wieder gezeigt, dass ein offener Umgang mit der Erkrankung eine Therapie unterstützt.
Während man noch bis vor wenigen Jahren von „Heilung“ gesprochen hat, bevorzugt die moderne Psychiatrie heute die Begriffe „Remission“ (weitgehender Rückgang von Symptomen für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten) und „Recovery“ (symptomfreie „Genesung“ mit einer Normalisierung des Neuerkrankungsrisikos).
Der häufig immer noch vorherrschende Fokus auf Symptome, Beschwerden und Defizite wird in den Oberberg Kliniken durch einen ganzheitlichen Ansatz mit Blick auf supportive Faktoren (Unterstützung), Ressourcen (Fähigkeiten, „gesunde Anteile“) und insbesondere die individuelle Resilienz („Widerstandsfähigkeit“, „Stressresistenz“) ergänzt.
Quellen
Anderssen-Reuster, U. & Mora, E. (2018). Wie Bindung gut gelingt: Was Eltern wissen sollten. Stuttgart: Klett-Cotta.
Brisch, K. (2019). Familien unter Hoch-Stress: Beratung, Therapie und Prävention für Schwangere, Eltern und Säuglinge in Ausnahmesituationen. Stuttgart: Klett-Cotta.
Dorsch, V. & Rohde, A. (2016). Postpartale psychische Störungen – Update 2016. Frauenheilkunde up2date, 10(4), 355–374. DOI: 10.1055/s-0042-112631
Ludwig-Körner, C., Kuchinke, L., Koch, G., Mattheß, J. & Eckert, M. (2018). Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychothrapie auf dem Prüfstand. Psychotherapeutenjournal,4, 321–436. skkippi.ipu-berlin.de/fileadmin/downloads/skkippi-ptj-4-2018.pdf
Müller, T. (2019). Jede achte Frau nimmt nach der Geburt Antidepressiva. gynäkologie + geburtshilfe, 24(1), 14. link.springer.com/content/pdf/10.1007/s15013-019-1636-x.pdf
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